Biografie von Herder

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Johann Gottfried Herder wurde am 25.08.1744  im ostpreußischen Mohrungen als drittes Kind des Kantors und Volksschullehrers Gottfried Herder und seiner zweiten Frau Anna Elisabeth, geb. Pelt, geboren. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen. Im Jahre 1762 immatrikulierte er sich an der Universität Königsberg für ein Studium der Theologie, im Rahmen dessen er unter anderem Vorlesungen von Immanuel Kant besuchte. Durch die Arbeit eines Nachhilfelehrers verdiente er sich seinen Lebensunterhalt. Drei Jahre später legte er sein Examen der Theologie ab, wurde Prediger an der Domkirche und erhielt eine Anstellung als Lehrer. Während einer Reise im Jahre 1770 lernte er G.E. Lessing und M. Claudius kennen. In der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres lernte er zudem J.W. Goethe kennen. 1771 trat er eine Stelle als Hofprediger und Konsitorialrat in Bückeburg, der Residenz des Grafen von Schuamburg-Lippe, an. Anfang April 1773 heiratete er seine Verlobte Karoline Flachsland. Drei Jahre später wurde er in Weimar zum Generalsuperintendent, Oberkonsitorialrat und Hofprediger ernannt. Im Jahre 1787 wurde Herder zum Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften ernannt. Zwei Jahre darauf wurde er Vizepräsidenten des Oberkonsistoriums für das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, 1801, wurder Herder zum Präsidenten des Oberkonsistoriums ernannt. Im Oktober desselben Jahres erhob ihn der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph in den Adelsstand. Am 18.12.1803 verstarb Herder in Weimar.