Biografie von Herwegh

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Georg Friedrich Rudolf Theodor Andreas Herwegh wurde am 31. Mai 1817 in Stuttgart als Sohn eines Gastwirts geboren. In seiner Kindheit besuchte er ein Gymnasium in Stuttgart sowie einer Lateinschule in Balingen. Alt Herwegh 15 Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden, was bei ihm ein Nervenleiden auslöste. Im Jahre 1835 begann er im Tübinger Stift ein Studium der Theologie und Rechtswissenschaft, jedoch verließ er die Tübinger Universität bereits zwei Jahre später wieder. 1839 floh er wegen eines "Ehrenhandels" mit einem königlich württembergischen Offizier Flucht vor militärischer Zwangsrekrutierung in die Schweiz, wo er zunächst im Emmishofen und später in Zürich lebte. Als er 1842 in Köln war, freundet er sich mit Karl Marx an und wurde Mitarbeiter an der von diesem geleiteten "Rheinischen Zeitung". Nachdem er 1843 wieder in der Schweiz war, wurde er aufgrund einer von ihm veröffentlichten Zeitschrift aus Zürich ausgewiesen, da er sich zur Radikalität der Zeitschrift bekannte. Im März desselben Jahres heiratete er die sehr wohlhabende Emma Siegmund, woraufhin er fortan ein sorgenfreies Leben führte.  Im Herbst siedelte er nach Paris über. Nach der Pariser Februarrevolution im Jahre 1848 wurde Herwegh zum Präsidenten des republikanischen Komitees und zum Vorsitzenden der "Deutschen demokratischen Legion" gewählt, die den Aufständischen mit einer kleinen Schar Bewaffneter zu Hilfe eilen. Vor der Übermacht der württembergischen Truppen floh Herwegh in die Schweiz und anschließend nach Frankreich. Nachdem die Revolution 1849 scheiterte führte ihn sein Weg zurück in die Schweiz nach Genf, zwei Jahre später nach Zürich.
Nach dem Erlaß einer Amnestie im Jahre 1866 kehrte der inzwischen weitgehend veramrte Herwegh nach Deutschland zurück und lebte von da an in Baden-Baden. Am 7. April 1875 starb Herwegh in Baden-Baden.