Biografie von Ringelnatz

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Hans Bötticher (Pinko Meyer, Fritz Dörry, Gustav Hester) wurde am 07.08.1883 als Sohn eines wohlhabenden Tapetenentwerfers und Jugendschriftstellers im sächsischen Wurzen geboren. Zunächst besuchte der das königliche Staatsgymnasium Leipzig, von dem er jedochringelnatz2 verwiesen wurde, weshalb er anschließend eine Privatschule besuchte, die er nach der Obersekunda verließ. Nach seiner Schulzeit fuhr er zur See und zwar zunächst als Schiffsjunge, später als Matrose und als Freiwilliger bei der Marine. Nach seinem 22. Lebensjahr beendete er seine Zeit auf der See und absolvierte in Hamburg eine kaufmännische Lehre. Er arbeitete als Hausmeister in einer Pension in England, als Lehrling in einer Dachpappenfabrik und als Angestellter in einem Münchner Reisebüro. Mit 25 Jahren erhielt er Gelegenheit, in einem Münchner Künstlerlokal eigene Verse vorzutragen. Er wurde zum „Hausdichter“ und kaufte sich in der Nachbarschaft einen Tabakladen, den er jedoch nur neun Monate aufrechterhielt. Ringelnatz lernte zu dieser Zeit die erlauchtere Gesellschaft von Schwabing kennen, worunter sich auch Frank Wedekind befand. Später arbeitete er als Bibliothekar bei der gräflichen Familie Yorck von Wartenburg in Schlesien und im Elternhaus des Balladendichters Börries von Münchhausen in Hannover. Außerdem war er als Fremdenführer auf einer Burg tätig. Am 1914 zog er in den Krieg. Als der Krieg vorbei war, versuchte er in unterschiedlichen Branchen unterzukommen wie etwa in einer Gartenbauschule und als Archivar in einem Berliner Verlag. Ab dem Jahre 191 nannte er sich Ringelnatz, dem seemännischen Namen für das Seepferdchen. 1920 erhielt er ein Engagement an einer Kleinkunstbühne in Berlin. 1933 erhielt er ein deutschlandweites Auftrittsverbot in Deutschland. Joachim Ringelnatz starb am 17.11.1934 verarmt in Berlin.