Biografie von Uhland

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Ludwig Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen als Sohn des Universitätssekretärs Johann Friedrich Uhland und seiner Frau, der Pfarrerstochter Elisabeth, geb. Hofer, geboren. Im Alter von sechs Jahren besuchte er die Tübinger Lateinschule. Im Jahre 1801 immatrikulierte sich Uhland an der Tübinger Universität, um Jura zu studieren, jedoch musste er wegen seiner Jugend zunächst Kurse an der Artistenfakultät besuchen. 1805 begann er ein fünfjähriges Studium der Rechtswissenschaft und Philologie. Uhland verkehrte in einem Kreis von Studenten, der sich mit Poesie befaßte, darunter auch Julius Kerner , mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1808 bestand er sein juristisches Examen. Zwei Jahre später promovierte er in Tübingen zum Doktor der Rechtswissenschaft. Im Jahre 1811 war er als Rechtsanwalt tätig, aber bereits im Folgejahr erhielt er eine Stelle als unbesoldeter Beamter im Justizministerium und zog nach Stuttgart. Als Uhlands Bitte um eine bezahlte Anstellung im Jahre 1814 abgelehnt wurde, schied er aus dem Staatsdienst aus und nahm daraufhin seine Tätigkeit als Rechtsanwalt wieder auf, mit der er aber nicht glücklich war. 1819 wurde er als Vertreter Tübingens in die verfassunggebende württembergische Ständeversammlung gewählt und gehörte fortan dem Landtag an. Ein Jahr später heiratete er  Emilie Vischer, der Stieftochter eines reichen Stuttgarter Hofrats. Auf eigenen Wunsch trat er 1826 aus dem Landtag aus. Nach mehrjährigen erfolglosen Bemühungen um ein akademisches Amt erhielt Uhland 1829 eine Professur für deutsche Sprache und Literatur in Tübingen, weshalb er auch dorthin zog. Er hielt Vorlesungen zur Geschichte der deutschen Poesie im Mittelalter, zum Nibelungenlied, zur Geschichte der deutschen Poesie im 15. und 16. Jahrhundert sowie zur Sagengeschichte der germanischen und romanischen Völker. 1832 ließ er sich erneut in den Landtag wählen, wo er sechs Jahre lang blieb. Der für die Ausübung des Landtagsmandats notwendige Urlaub wurde Uhland vom König versagt, woraufhin er sein akademisches Amt aufgab. Im Jahre 1836 löste die Regierung den Landtag auf und wählte ihn neu. Daraufhin beendete Uhland seine Oppositionsarbeit im Landtag. 1845 verlieh die philosophische Fakultät der Universität Tübingen Uhland die Ehrendoktorwürde. 1848 wurde Uhland als Vertreter Tübingens in die Deutsche Nationalversammlung in Frankfurt am Main gewählt, wo er dem links-liberalen Flügel angehörte. Der Senat der Universität Tübingen beantragte zu dieser Zeit die Wiederanstellung Uhlands, jedoch lehnte dieser ab. Die Wiener Akademie der Wissenschaften ernannte Uhland zum korrespondierenden Mitglied. Am 13. November 1862 starb Ludwig Uhland in Tübingen, was Gedenkfeiern in ganz Deutschland zur Folge hatte.